Begabungsfaktoren

Nach Heller gibt es folgende Begabungsfaktoren:

  • Intellektuelle Fähigkeiten ( sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, Fähigkeiten)
  • Sozial-emotionale Fähigkeiten
  • Musisch-künstlerische Fähigkeiten
  • Musikalische Fähigkeiten
  • Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)
  • Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)
  • Praktische Intelligenz

 

Ein führender Experte auf den Gebieten der Intelligenz- und Kreativitätsforschung ist Howard Garnder. Er lehrt als Professor für Erziehungswissenschaften an der Harvard Graduate School of Education und an der Boston University School of Medicine.

Was Gardner für die Erziehung von Kindern fordert, sollte auch für späterkannte Hochbegabte in besonderem Maße gelten.
Die eigenen Fähigkeiten erkennen und einsetzen und sie nicht an bekannten und Maßstäben messen.
Das liest sich leicht und ist doch ein schwieriger Weg, aber er ist gangbar!

" Es ist an der Zeit unsere Vorstellung über das Spektrum der Talente zu erweitern. Das Wichtigste, was Erziehung zur Entwicklung eines Kindes beitragen kann, ist, ihm zu einem Bereich zu verhelfen, in dem seine Talente ihm am besten zustatten kommen, wo es zufrieden und kompetent sein wird. Das haben wir völlig aus den Augen verloren.
Wir unterwerfen jeden einer Erziehung, bei der man sich, wenn man erfolgreich ist, am besten zum Professor eignet.
Und dabei bewerten wir jeden danach, ob er diesem kleinkarierten Erfolgsmaßstab genügt.
Wir sollten weniger Zeit darauf verwenden, die Kinder nach ihren Leistungen einzustufen, und ihnen stattdessen helfen, ihre natürlichen Kompetenzen und Gaben zu erkennen und diese zu pflegen.
Es gibt Hunderte und Aberhunderte von Wegen zum Erfolg und viele, viele verschiedene Fähigkeiten, mit denen man ihn erreicht. "

Entnommen einem Gespräch mit Howard Gardner über seine Theorie der multiplen Intelligenzen. Abgedruckt in "Rethinking the Value of Intelligence Tests", im Education Supplement der New Yoork Times vom 3. November 1986