Hochbegabung und Erwachsene

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für Hochbegabte Erwachsene

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Der richtige Coach – Drum prüfe…

Drum prüfe wer sich ewig bindet…

wusste schon Schiller – aber auch wer sich nicht „ewig“ bindet, sondern nur für eine begrenzte Zeit einen Psychologen, Coach oder einem Therapeuten sucht, sollte genau prüfen, ob diese Person für ihn oder sie die „passende“ ist. Sucht man doch oft gerade in Lebensphasen, in denen das Nervenkostüm sowieso schon angegriffen ist. Auf Erfahrungen mit Therapeuten, die einem nichts „bringen“, kann man dann dankend verzichten.
Gehen wir doch alle gerne davon aus: „der Profi“ weiß was mit mir los ist, und kann helfen. Geht dann die Therapie bzw. Coaching – zu der man so lange brauchte, um sich durchzuringen – in die Hose, ist man schnell geneigt, die „Schuld“ bei sich zu suchen: „Ich bin eben doch ein hoffnungsloser Fall – nicht einmal die Psychologin, der Coach, die Therapeutin konnte mir helfen…“.

Und schneller als man denkt, geht es einem noch schlechter als zuvor.Wichtig ist es an dieser Stelle bereits klar zu unterscheiden: Hochbegabung ist keine (psychische) Erkrankung. Um Unterstützung und Hilfestellung zu finden ist wahrscheinlich ein Coach die richtige Wahl, der sich gut mit speziellen Themen der Hochbegabten auskennt. Liegen tiefgehende psychische Probleme vor, ist immer angeraten einen guten Therapeuten zu suchen. Ebenfalls mit Erfahrung mit hochbegabten Erwachsenen. Hinweise zu beiden finden Sie auf unserer Expertenliste. Um es gleich deutlich zu machen – wer von diesem Aufsatz eine Art Gebrauchsanweisung erwartet: „Mach dies und das, dann wird alles gut“, braucht nicht weiter zu lesen. Das ist meiner Ansicht nach unmöglich. Wer „einfache“ Lösungen erwartet und „schnelle Schüsse aus der Hüfte“ erhofft, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Verhaltensänderungen sind, egal wer einem zur Seite steht, nie einfach. Habe ich 30 kg zu viel auf den Rippen, weil ich mich schon jahrelang falsch ernähre, kann ich nicht erwarten, diese mit der „14 Tage Wunderdiät“ zu verlieren. Beziehungsweise kann es zwar erwarten – aber wie realistisch ist diese Erwartung? Damit will ich allerdings nicht andeuten, dass eine Therapie lang sein muss, um gut zu sein. Gerade hochbegabte Menschen haben nach meiner Erfahrung oft die Kapazitäten innerhalb von kurzer Zeit Muster zu erkennen, zu analysieren und auch Verhaltensveränderungen umzusetzen. Das „Einüben“ dauert dann zwar oft auch eine Weile – aber diese Arbeit kann der Therapeut oder Coach sowieso niemandem abnehmen.
Mein Sprachlehrer kann noch so gut sein – meine Vokabeln muss ich schon selber pauken!

Der richtige Coach – Wahl des Ansprechpartners

Die Wahl des richtigen Ansprechpartners
ist von vielerlei Faktoren abhängig. Zum ersten sollte man sich Gedanken über das Problem machen, mit dem man zu kämpfen hat.

  • Wie lange besteht es schon?
  • Wie sehr beeinflusst es mein Leben?
  • Welche Art von Herangehensweise habe ich, bzw. bevorzuge ich?
  • Hätte ich auch das Geld die Therapie/Beratung selbst zu bezahlen?
  • Es können nämlich durchaus Gründe bestehen, eine Krankenkasse außen vor zu lassen. Fällt die Möglichkeit einer Eigenfinanzierung weg, kommen damit auch einige Therapieformen nicht in Frage.

Die von den unterschiedlichen Therapeuten verwendeten Methoden sind vielfältig und die Auswahl schier unbegrenzt, wird jede Methode auch noch durch die Person des „Benutzers“ interpretiert.
Hier eine (unvollständige) Aufzählung, um einen Eindruck zu vermitteln:
Analytische Psychologie, Daseinsanalyse, Dynamische Gruppenpsychotherapie, Existenzanalyse, Gestalttheoretische Psychotherapie, Gruppenpsychoanalyse, Hypnotherapie, Individualpsychologie, Katathymes Bilderleben, Klientenzentrierte Gesprächstherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, NLP, Psychoanalyse, Psychodrama, Systemische Familientherapie, Transaktionsanalyse, Verhaltenstherapie….

Auf die einzelnen Ansätze kann an dieser Stelle nicht detailliert eingegangen werden. Interessierte seien auf Informationen im Netz und in der reichlich vorhandenen Fachliteratur verwiesen.

Wie schon kurz erwähnt, ist die angewandte Therapieform nicht das einzige Auswahlkriterium – die Person des Therapeuten ist mindestens ebenso wichtig.
Eine Arbeit mit einem Menschen, der mir unsympathisch ist, den ich „nicht riechen kann“, zu dem ich kein Vertrauen habe und den ich nicht respektiere, ist schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Jeder/Jede tut gut daran, der inneren Stimme in diesem Punkt zu vertrauen. Ein professioneller Therapeut wird nicht beleidigt sein, wenn der Klient nach der ersten Stunde keine Fortführung der Gespräche wünscht. Allerdings möchte ich an diesem Punkt auch kurz darauf hinweisen, dass man auch die Flinte nicht zu schnell ins Korn werfen sollte.
Vielleicht habe ich ja generell Probleme mich Menschen zu öffnen? Habe Angst vor zu großer Nähe? Der Grat ist hier schmal – ist man sich dessen bewusst, setzt man seinen Fuß vorsichtig und gewinnt viel.

Eine kurze Definition der Begriffe – wobei allerdings Überlappungen und Unschärfen bestehen:

  • Psychiater/in: diagnostiziert, erforscht und behandelt Störungen des Geistes und/oder der Seele des Menschen. Ein Psychiater hat nicht zwingender weise eine Psychotherapieausbildung.
  • Neurolog(e)/in: diagnostiziert und behandelt Nervenerkrankungen. Ein Neurologe hat in der Regel keine Psychotherapieausbildung.
  • Psycholog(e)/ine: versucht das Erleben und Verhalten eines Menschen zu beschreiben, zu erklären und vorauszusagen. Das Betätigungsfeld der Psychologen ist vielfältig und reicht von der Werbung bis zur Paartherapie.
  • Psychotherapeut/in: behandelt psychisch, psychosozial oder auch psychosomatisch bedingte Verhaltensstörungen und Leidenszuständen.

Die Berufsbezeichnungen „Psychiater“, „Psychologe“, „Neurologe“ und „Psychotherapeut“ sind in Deutschland und Österreich gesetzlich geschützte Berufe. Therapien werden unter Umständen von den Krankenkassen getragen.

  • Counsellor: ein relativ neuer Beruf aus den USA, der Form(en) der Psychotherapie anwendet, die Menschen helfen soll, ihre Probleme durch die Arbeit mit ihren Gefühlen zu meistern. Am ehesten noch vergleichbar mit der Psychotherapie.
  • Coach (Begleiter, Leithilfe): in der Regel arbeitet ein Coach auf Verhaltensniveau mit seinen Klienten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verdeutlichung der Stärken und Schwächen der Persönlichkeit.

Counsellor, Coach, Lebensberater usw. sind keine geschützten Begriffe und nicht an eine Ausbildung gebunden. In der Regel werden diese Konsultationen nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Diese Definitionen sind kurz und sicher nicht vollständig. Nähere Informationen liefert das Netz. Zur Vereinfachung wird im folgenden Text nur noch von „Therapeut“ und „Klient“ die Rede sein.

Experten finden – Wahl des Ansprechpartners

Die Wahl des richtigen Ansprechpartners
ist von vielerlei Faktoren abhängig. Zum ersten sollte man sich Gedanken über das Problem machen, mit dem man zu kämpfen hat.

  • Wie lange besteht es schon?
  • Wie sehr beeinflusst es mein Leben?
  • Welche Art von Herangehensweise habe ich, bzw. bevorzuge ich?
  • Hätte ich auch das Geld die Therapie/Beratung selbst zu bezahlen?
  • Es können nämlich durchaus Gründe bestehen, eine Krankenkasse außen vor zu lassen. Fällt die Möglichkeit einer Eigenfinanzierung weg, kommen damit auch einige Therapieformen nicht in Frage.

Die von den unterschiedlichen Therapeuten verwendeten Methoden sind vielfältig und die Auswahl schier unbegrenzt, wird jede Methode auch noch durch die Person des „Benutzers“ interpretiert.
Hier eine (unvollständige) Aufzählung, um einen Eindruck zu vermitteln:
Analytische Psychologie, Daseinsanalyse, Dynamische Gruppenpsychotherapie, Existenzanalyse, Gestalttheoretische Psychotherapie, Gruppenpsychoanalyse, Hypnotherapie, Individualpsychologie, Katathymes Bilderleben, Klientenzentrierte Gesprächstherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, NLP, Psychoanalyse, Psychodrama, Systemische Familientherapie, Transaktionsanalyse, Verhaltenstherapie….

Auf die einzelnen Ansätze kann an dieser Stelle nicht detailliert eingegangen werden. Interessierte seien auf Informationen im Netz und in der reichlich vorhandenen Fachliteratur verwiesen.

Wie schon kurz erwähnt, ist die angewandte Therapieform nicht das einzige Auswahlkriterium – die Person des Therapeuten ist mindestens ebenso wichtig.
Eine Arbeit mit einem Menschen, der mir unsympathisch ist, den ich „nicht riechen kann“, zu dem ich kein Vertrauen habe und den ich nicht respektiere, ist schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Jeder/Jede tut gut daran, der inneren Stimme in diesem Punkt zu vertrauen. Ein professioneller Therapeut wird nicht beleidigt sein, wenn der Klient nach der ersten Stunde keine Fortführung der Gespräche wünscht. Allerdings möchte ich an diesem Punkt auch kurz darauf hinweisen, dass man auch die Flinte nicht zu schnell ins Korn werfen sollte.
Vielleicht habe ich ja generell Probleme mich Menschen zu öffnen? Habe Angst vor zu großer Nähe? Der Grat ist hier schmal – ist man sich dessen bewusst, setzt man seinen Fuß vorsichtig und  gewinnt viel.

Experten finden – Checkliste

Nach diesen Überlegungen nun eine Art Checkliste, die als Entscheidungshilfe auf der Suche dienen kann:

  • Haben Freunde oder Bekannte, evt. auch der Hausarzt Erfahrungen? Können sie jemanden empfehlen? Das ist zwar keine Garantie, dass dieser Therapeut auch für mich passt, aber ein guter Ausgangspunkt.
  • Bieten gemeinnützige Träger (Kirchen, Krankenkassen, Sozialstationen) eventuell Beratungsgespräche an? Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit, sich unkompliziert und preiswert kundig zu machen.
  • Wie gefällt mir die Internetpräsenz des Therapeuten? (Sofern er/sie eine hat) Wie gefallen mir die Farben, die Wortwahl, die Aufmachung? Wird die Arbeitsweise kurz erklärt? Werden Referenzen aufgeführt? Gibt es deutliche Angaben über die Bezahlung? Gibt es eine kostenlose oder kostengünstige Schnupperstunde? Werden Möglichkeiten für Arbeitslose/Studenten/Rentner angeboten?
  • Habe ich vielleicht von jemand schon etwas gehört oder gelesen, was mich anspricht?
  • Gibt es für mein Problem vielleicht eine Selbsthilfegruppe in meiner Gegend?
  • Habe ich schon sehr lange anhaltende, schwerwiegende Probleme? Dann sollte ich mich vielleicht eher  in die Richtung Psychiater/Psychologe mit langjähriger Berufserfahrung orientieren.
  • Der Vollständigkeit halber: Hat die Person eine akademische Ausbildung/Titel, ist sie einem/mehrer Berufsverbände angeschlossen, steht sie im Telefonbuch/Branchenverzeichnis?
    (Allerdings halte ich die letzten nicht für Auswahlkriterien. Nur weil jemand eine akademische Ausbildung hat muss er/sie für mich nicht das richtige „Vehikel“ sein, irgendwo hin zu kommen. Aber das ist meine persönliche Meinung).

Experten finden – Erstgespräch

Beim ersten Gespräch

Nun ist es soweit. Ich habe mich – wie auch immer – für jemanden entschieden und ich gehe mit klopfendem Herzen und schlotternden Knien zum Erstgespräch. Vielleicht habe ich mir schon beim Telefonat ein Bild von der Person gemach, oder ich kenne das Aussehen des Betreffenden von der Internetseite.

Die Tür geht auf, ich werde herein gebeten, bekomme Platz angeboten… wie fühle ich mich? Ist mir die Person sympathisch, neutral, unsympathisch? Bemerkt sie meine eventuelle Unsicherheit?
Bricht er/sie das Eis? Fühle ich mich wohl in der Umgebung? Sitze ich gut? Bekomme ich etwas zu trinken?
In den ersten Minuten entscheidet sich der Erfolg. Sollte ich nur denken „OH JEH! Wie schrecklich!“ sollte man diesem ersten Impuls in der Regel folgen.

Im Erstgespräch sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Mit welcher Fragestellung komme ich / was will ich mit der Therapie?
  • Mit welcher Zeitdauer arbeitet der Therapeut/die Therapeutin? Unbegrenzt? ~10Stunden? ~5 Stunden?
  • Welche Techniken werden angewandt?
  • Wird eine Anamnese erstellt? Werde ich nach anderen Erkrankungen gefragt? Nach früheren Therapien?
  • Bekomme ich genügend Raum meine Geschichte zu erzählen? Werden Fragen gestellt, die mir sinnvoll erscheinen?
  • Habe ich genügend Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen und wird darauf adäquat eingegangen? Habe ich das Gefühl, „für voll“ genommen zu werden? Oder habe ich das Gefühl, „von oben herab“ behandelt zu werden?
  • Werden mir unrealistische Versprechungen gemacht? Wird die Zukunft ‚vorausgesagt’? VORSICHT

Seriöse Therapeuten werden ihre Klienten sogar auffordern zu fragen und versuchen, alle Fragen zur Zufriedenheit des Klienten zu beantworten.

Experten finden – Fazit

Letztendlich sollte ein Therapeut – egal wie er sich nennt – daran interessiert sein dass der Klient die Verantwortung für sich selbst (wieder) übernimmt und zu einem guten und selbstbestimmten Leben findet.
Jeder, der in dieser „Branche“ arbeitet muss wissen, dass die „Arbeit“ vom Klienten geleistet werden muss. Man kann nur Hilfestellungen leisten.
Das sollte, meiner Meinung nach – besonders bei der Arbeit mit Hochbegabten (aber nicht nur hier) betont werden. Niemand kann einen anderen „retten“.
Retten kann jeder nur sich selbst. Es ist schön wenn man bei diesen Selbstrettungen einen Menschen findet der einem eine Strecke des Weges begleiten kann. Man sollte sich aber auch deutlich machen, dass der Sinn einer Therapie nicht in einem lebenslangen „an der Hand halten“ liegen sollte.
Viele Therapien sind in der Regel 20 bis 100 Stunden lang. Coaching wird in der Regel kürzer sein.

Ungefähr nach der Hälfte der (vorab) besprochenen Dauer sollte spätestens eine ‚Evaluierung’ erfolgen
Habe ich das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein?
Hat sich in meinem Leben etwas zum positiven verändert?
Komme ich mit Situationen, die mich veranlassten eine Therapie zu beginnen, besser zu Recht, bzw. bemerke ich eine Veränderung?
Hatte ich, zumindest einige, „Aha-Effekte“?
Kann ich meinen TherapeutenIn auf Punkte die mir nicht so gefallen ansprechen?

Jeder der mit dem großen Abenteuer „Therapie/Coaching“ beginnt, sollte sich über einige Punkte im Klaren sein:

  • Ich muss es tun
  • Ich bin der Spezialist für mich selbst – niemand kennt mich besser als ich mich
  • „Einfache“ Lösungen gibt es nicht
  • An allem hängt ein „Preisschild“, bin ich bereit diesen Preis zu bezahlen?
  • Man kann den Kuchen nicht essen und ihn gleichzeitig behalten
  • Bin ich bereit, die Risiken ein zu gehen die damit verbunden sind? Oder ist mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach?

Diese und ähnliche Fragen kann sich nur jeder selbst beantworten – ein Therapeut kann dabei eventuell helfen – aber die Antworten findet man nur selbst, so wie man auch mit den Konsequenzen lebt und nicht der Therapeut.

So und jetzt wünsche ich allen, die sich auf den Weg machen, gutes Gelingen und viel Erfolg!

Ich habe mich auf den Weg gemacht und ich bereue es nicht. Mein Leben ist reicher und voller geworden, trotz oder gerade wegen der Probleme, die am Wegesrand auftauchen – wer will denn bitte ein Leben ohne Hürden? Wie langweilig.